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Alle Beiträge von Manfred Weinland


La Grande Tour 2018

Sommer in Deutschland. Reisezeit. Wohnmobil-Saison. Yeah! Fünf volle Wochen waren wir heuer am Stück unterwegs durch die deutschen Lande – ohne zu ahnen, dass uns ein sogenannter Supersommer erwarten würde. Aber der Reihe nach: Gestartet im beschaulichen Zweibrücken, führte uns unser Weg am Sonntagabend, den 24. Juni, noch bis hinter Frankfurt/M., genauer: nach Bad Orb, wo wir die Nacht auf einem zwar eher lieblosen, aber zentral gelegenen Stellplatz verbrachten, um am nächsten Morgen bis Treffurt in der Nähe von Eisenach weiterzufahren. Treffurt Eigentlich nur für eine weitere Übernachtung angedacht, erwies sich der dortige Stellplatz mit Blick auf die Normannsteinburg und das Flüsschen Werra dann aber als so idyllisch, dass wir uns entschieden, länger zu verweilen – am Ende wurden ganze anderthalb Wochen daraus, in denen […]

Hörspiel-Doppelfolge von Dreamland Grusel nach einem Adrian-Doyle-Roman

Als Thomas Birker mich zum ersten Mal auf die Möglichkeit der Vertonung eines meiner älteren Gruselromane ansprach, lag ich gerade mit einer Thrombose im Krankenhaus – das war Mitte 2015. Daran erinnere ich mich noch genau. Und auch an Thomas‘ Begeisterung für das Projekt, mit der er mich sofort für sich einnahm … und ansteckte. Wir wurden uns schnell einig. Trotzdem wurde es 2018, bis ich die fertigen Hörspiele nicht nur in Händen halten, sondern auch in jedem fantastischen Detail genießen konnte. Dreamland Grusel ist ein kleines Label, aber das macht Thomas – machen alle, die für ihn arbeiten – mit ihrem Enthusiasmus und Können mehr als wett.   Der Roman „Schattenkinder“, auf dem die Doppelfolge beruht, entstand bereits 1994, dem Jahr, in dem auch […]

Vom Dorf der Verdammten über die Untoten von Haiti bis zum Prager Golem

Das hatte ich noch nie: drei direkt aufeinanderfolgende Professor-Zamorra-Romane aus meiner (Adrian Doyles) Feder, die zwar „irgendwie“ miteinander verschachtelt sind, aber keine Trilogie im klassischen Sinn ergeben. Irgendwie (da: schon wieder!) hatte es sich bei der Terminvergabe so ergeben, dass diese enge Staffelung auf mich fiel. (Okay, ich geb’s zu: ich habe jedes Mal „Hier!“ gerufen, bin also nicht ganz schuldlos.) Für mich war von Anfang an klar, dass ich keinen über drei Kapitel verteilten, zusammenhängenden Roman beisteuern, sondern unterschiedlichste Themen aufgreifen wollte. Das fing bei den grundsätzlichen Plots an, die ich mir jeweils in sich abgeschlossen vorstellte, und setzte sich über die verstreut gewählten Handlungsorte fort: Frankreich, Haiti und Tschechien. Erscheinen werden die Romane mit den Nummer 1152, 1153 und 1154 im Juli und […]

Nach dem Roman ist vor dem Roman

Im Kopf eines Kreativen gibt die Phantasie nie ganz Ruhe. An den unmöglichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten spielt sie sich in den Vordergrund, und ehe man sich versieht, kommt einem eine Idee – selten oder nie auf Anhieb handlungstragend, aber doch oft ein erster Stein, auf den sich aufbauen lässt. Manchmal trauere ich den Zeiten, als ich den Abschluss einer Geschichte noch „feierte“, doch etwas nach. Selbst unter großem Stress und Aufwand vollendete Werke hinterlassen im Alltag zunehmend ein Gefühl von Leere oder Orientierungslosigkeit, aus dem man sich wieder herausarbeiten muss. Am besten geht das, indem man sich dem nächsten Projekt oder Auftrag zuwendet. Was der Fähigkeit, das, was man gerade vollendet hat, zu genießen, auch nicht wirklich entgegen kommt. Ein Bestseller-Autor mag […]

Flucht in die Provence

Manfred am Essen

So war es geplant: In den Osterferien wollten wir der „deutschen Kälte“ Richtung Südfrankreich entfliehen. Gesagt, getan. Wir starteten am Sonntag, dem 25. März mit unserem schon etwas betagten Camper, der leider schon auf den ersten Kilometern auf französischer Seite Auflösungserscheinungen zeigte – dergestalt, dass während brausender Fahrt (immerhin jagen wir mit durchschnittlichen hundert Stundenkilometern durch die Lande) plötzlich ein Ruck durch das Fahrzeug ging und Sekunden später hinter uns ein anderer Verkehrsteilnehmer wild zu hupen begann. Nichts Gutes ahnend fuhren wir rechts ran. […]