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Schreibprozess

Der Roswell-Zwischenfall

Nach dem von der MADDRAX-Serie erreichten „Halbmillenium“ erscheint mit der Nummer 502 wieder einmal ein Roman von mir. Er setzt die Erlebnisse des Initiators Hordelab aus Band 473 („Die UFO-Sekte“) fort, der bekanntermaßen unter einem totalen Gedächtnisverlust leidet und bei den Menschen, genauer: den Bewohnern Last Remembers, ehemals Roswell, eine neue Heimat gefunden hat. Dass das Leben dort für ihn nicht unproblematisch verläuft, ergibt sich schon aus dem Versprechen, das er den Leuten gab: nämlich, sie vor dem immer näher kommenden und wohl auf die Erde niederstürzenden Mond zu retten. Was daraus wurde, ist in den Vorbänden 500 und 501 geklärt worden. Ungeklärt bislang jedoch, wie Grey (so nennt Hordelab sich bei den Menschen) sich aus dem Schlamassel herausmanövriert hat. Mein Roman löst dieses Rätsel […]

Kehrst du zurück aus Sternenräumen …

Das interstellare Raumschiff COLUMBUS kehrt nach dreißig Jahren von seiner durch die Tiefen des Alls führenden Forschungsreise zur Erde zurück. Doch dort ist nichts mehr, wie es einmal war. Terra ist fremder als der fremdeste Planet geworden.Wo sind all die Menschen geblieben? Gemeinsam mit Werner Kurt Giesa habe ich in den Achtzigern einige Romane geschrieben, hauptsächlich im Gruselbereich: zwei Trilogien für den Gespenster-Krimi (Silbermond- und Vampir-Legende) und mehrere Beiträge zu Professor Zamorra und Damona King. Bei Ren Dhark haben wir spät auch in Sachen Science Fiction zusammengefunden. Unser allererster diesbezüglicher Versuch war aber „Die Evolutionsmaschine“, die sich stilistisch bereits stark an Kurt Brand, dem Ren-Dhark-Schöpfer, orientierte, den Werner ob seines immensen Outputs in einem Artikel für den Time Gladiator – ein damaliges Fanzine – einmal […]

Zamorristen unter sich

Vergangenen Samstag fand in Köln nun schon zum zweiten Mal die große John-Sinclair-Convention (2016 wurde die erste zelebriert) statt, bei der sich neben dem Großmeister des Grauens Jason Dark alias Helmut Rellergerd noch eine Reihe anderer illustrer Persönlichkeiten die Ehre gaben. Ganz viele Autoren – da John Sinclair ja mittlerweile von einem ganzen Stab neuer Talente mitgestaltet wird -, aber auch Größen, die man aus Film, Fernsehen und unzähligen Hörspiel-/Hörbuch-Produktionen kennt. Dieses Forum wollten wir als Vertreter der anderen Horror-Traditionsserie aus dem gleichen Verlag nicht ungenutzt lassen, und so fand ein kleines Panel statt, in dessen Verlauf eine Handvoll Macher versuchte, die tatsächlich sogar älteste eigenständig laufende Gruselserie auch den eingefleischten John-Sinclair-Fans näher zu bringen – bzw. die Zamorra-Fans, die die Veranstaltung besuchten, über Neuigkeiten […]

Vom Dorf der Verdammten über die Untoten von Haiti bis zum Prager Golem

Das hatte ich noch nie: drei direkt aufeinanderfolgende Professor-Zamorra-Romane aus meiner (Adrian Doyles) Feder, die zwar „irgendwie“ miteinander verschachtelt sind, aber keine Trilogie im klassischen Sinn ergeben. Irgendwie (da: schon wieder!) hatte es sich bei der Terminvergabe so ergeben, dass diese enge Staffelung auf mich fiel. (Okay, ich geb’s zu: ich habe jedes Mal „Hier!“ gerufen, bin also nicht ganz schuldlos.) Für mich war von Anfang an klar, dass ich keinen über drei Kapitel verteilten, zusammenhängenden Roman beisteuern, sondern unterschiedlichste Themen aufgreifen wollte. Das fing bei den grundsätzlichen Plots an, die ich mir jeweils in sich abgeschlossen vorstellte, und setzte sich über die verstreut gewählten Handlungsorte fort: Frankreich, Haiti und Tschechien. Erscheinen werden die Romane mit den Nummer 1152, 1153 und 1154 im Juli und […]

Nach dem Roman ist vor dem Roman

Im Kopf eines Kreativen gibt die Phantasie nie ganz Ruhe. An den unmöglichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten spielt sie sich in den Vordergrund, und ehe man sich versieht, kommt einem eine Idee – selten oder nie auf Anhieb handlungstragend, aber doch oft ein erster Stein, auf den sich aufbauen lässt. Manchmal trauere ich den Zeiten, als ich den Abschluss einer Geschichte noch „feierte“, doch etwas nach. Selbst unter großem Stress und Aufwand vollendete Werke hinterlassen im Alltag zunehmend ein Gefühl von Leere oder Orientierungslosigkeit, aus dem man sich wieder herausarbeiten muss. Am besten geht das, indem man sich dem nächsten Projekt oder Auftrag zuwendet. Was der Fähigkeit, das, was man gerade vollendet hat, zu genießen, auch nicht wirklich entgegen kommt. Ein Bestseller-Autor mag […]