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Schreibprozess

Kehrst du zurück aus Sternenräumen …

Das interstellare Raumschiff COLUMBUS kehrt nach dreißig Jahren von seiner durch die Tiefen des Alls führenden Forschungsreise zur Erde zurück. Doch dort ist nichts mehr, wie es einmal war. Terra ist fremder als der fremdeste Planet geworden.Wo sind all die Menschen geblieben? Gemeinsam mit Werner Kurt Giesa habe ich in den Achtzigern einige Romane geschrieben, hauptsächlich im Gruselbereich: zwei Trilogien für den Gespenster-Krimi (Silbermond- und Vampir-Legende) und mehrere Beiträge zu Professor Zamorra und Damona King. Bei Ren Dhark haben wir spät auch in Sachen Science Fiction zusammengefunden. Unser allererster diesbezüglicher Versuch war aber „Die Evolutionsmaschine“, die sich stilistisch bereits stark an Kurt Brand, dem Ren-Dhark-Schöpfer, orientierte, den Werner ob seines immensen Outputs in einem Artikel für den Time Gladiator – ein damaliges Fanzine – einmal […]

Zamorristen unter sich

Vergangenen Samstag fand in Köln nun schon zum zweiten Mal die große John-Sinclair-Convention (2016 wurde die erste zelebriert) statt, bei der sich neben dem Großmeister des Grauens Jason Dark alias Helmut Rellergerd noch eine Reihe anderer illustrer Persönlichkeiten die Ehre gaben. Ganz viele Autoren – da John Sinclair ja mittlerweile von einem ganzen Stab neuer Talente mitgestaltet wird -, aber auch Größen, die man aus Film, Fernsehen und unzähligen Hörspiel-/Hörbuch-Produktionen kennt. Dieses Forum wollten wir als Vertreter der anderen Horror-Traditionsserie aus dem gleichen Verlag nicht ungenutzt lassen, und so fand ein kleines Panel statt, in dessen Verlauf eine Handvoll Macher versuchte, die tatsächlich sogar älteste eigenständig laufende Gruselserie auch den eingefleischten John-Sinclair-Fans näher zu bringen – bzw. die Zamorra-Fans, die die Veranstaltung besuchten, über Neuigkeiten […]

Vom Dorf der Verdammten über die Untoten von Haiti bis zum Prager Golem

Das hatte ich noch nie: drei direkt aufeinanderfolgende Professor-Zamorra-Romane aus meiner (Adrian Doyles) Feder, die zwar „irgendwie“ miteinander verschachtelt sind, aber keine Trilogie im klassischen Sinn ergeben. Irgendwie (da: schon wieder!) hatte es sich bei der Terminvergabe so ergeben, dass diese enge Staffelung auf mich fiel. (Okay, ich geb’s zu: ich habe jedes Mal „Hier!“ gerufen, bin also nicht ganz schuldlos.) Für mich war von Anfang an klar, dass ich keinen über drei Kapitel verteilten, zusammenhängenden Roman beisteuern, sondern unterschiedlichste Themen aufgreifen wollte. Das fing bei den grundsätzlichen Plots an, die ich mir jeweils in sich abgeschlossen vorstellte, und setzte sich über die verstreut gewählten Handlungsorte fort: Frankreich, Haiti und Tschechien. Erscheinen werden die Romane mit den Nummer 1152, 1153 und 1154 im Juli und […]

Nach dem Roman ist vor dem Roman

Im Kopf eines Kreativen gibt die Phantasie nie ganz Ruhe. An den unmöglichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten spielt sie sich in den Vordergrund, und ehe man sich versieht, kommt einem eine Idee – selten oder nie auf Anhieb handlungstragend, aber doch oft ein erster Stein, auf den sich aufbauen lässt. Manchmal trauere ich den Zeiten, als ich den Abschluss einer Geschichte noch „feierte“, doch etwas nach. Selbst unter großem Stress und Aufwand vollendete Werke hinterlassen im Alltag zunehmend ein Gefühl von Leere oder Orientierungslosigkeit, aus dem man sich wieder herausarbeiten muss. Am besten geht das, indem man sich dem nächsten Projekt oder Auftrag zuwendet. Was der Fähigkeit, das, was man gerade vollendet hat, zu genießen, auch nicht wirklich entgegen kommt. Ein Bestseller-Autor mag […]

Der Meister des Übersinnlichen

Professor Zamorra Band 1145 - Unter dem Aschemond - Cover

Professor Zamorra begleitet mich in meinem schriftstellerischen Schaffen nun schon mehrere Jahrzehnte. Irgendwann in der Frühzeit brauchten er und ich mal eine Pause voneinander, bedingt allerdings von einer generellen „Schreibunlust, die mich mit Mitte Zwanzig befiel. Wie genau sie zu Stande kam, weiß ich heute gar nicht mehr. Nur noch, dass ich knappe drei Jahre später doch wieder zur Schreibmaschine greifen musste, weil der Drang, die Geschichten, die in mir rumorten, freizulassen, irgendwann nicht mehr zu unterdrücken war. Allerdings hatte ich erst mal (genau genommen viele, viele Jahre) mit dem guten Prof nichts mehr am Hut. Da Werner Giesa – der da längst zum Haupt- und zeitweise alleinigen Autor der Serie avanciert war – mit mir aber den schönen Brauch pflegte, dass wir uns untereinander […]