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Schreibprozess

Vom Dorf der Verdammten über die Untoten von Haiti bis zum Prager Golem

Das hatte ich noch nie: drei direkt aufeinanderfolgende Professor-Zamorra-Romane aus meiner (Adrian Doyles) Feder, die zwar „irgendwie“ miteinander verschachtelt sind, aber keine Trilogie im klassischen Sinn ergeben. Irgendwie (da: schon wieder!) hatte es sich bei der Terminvergabe so ergeben, dass diese enge Staffelung auf mich fiel. (Okay, ich geb’s zu: ich habe jedes Mal „Hier!“ gerufen, bin also nicht ganz schuldlos.) Für mich war von Anfang an klar, dass ich keinen über drei Kapitel verteilten, zusammenhängenden Roman beisteuern, sondern unterschiedlichste Themen aufgreifen wollte. Das fing bei den grundsätzlichen Plots an, die ich mir jeweils in sich abgeschlossen vorstellte, und setzte sich über die verstreut gewählten Handlungsorte fort: Frankreich, Haiti und Tschechien. Erscheinen werden die Romane mit den Nummer 1152, 1153 und 1154 im Juli und […]

Nach dem Roman ist vor dem Roman

Im Kopf eines Kreativen gibt die Phantasie nie ganz Ruhe. An den unmöglichsten Orten und zu den unmöglichsten Zeiten spielt sie sich in den Vordergrund, und ehe man sich versieht, kommt einem eine Idee – selten oder nie auf Anhieb handlungstragend, aber doch oft ein erster Stein, auf den sich aufbauen lässt. Manchmal trauere ich den Zeiten, als ich den Abschluss einer Geschichte noch „feierte“, doch etwas nach. Selbst unter großem Stress und Aufwand vollendete Werke hinterlassen im Alltag zunehmend ein Gefühl von Leere oder Orientierungslosigkeit, aus dem man sich wieder herausarbeiten muss. Am besten geht das, indem man sich dem nächsten Projekt oder Auftrag zuwendet. Was der Fähigkeit, das, was man gerade vollendet hat, zu genießen, auch nicht wirklich entgegen kommt. Ein Bestseller-Autor mag […]

Der Meister des Übersinnlichen

Professor Zamorra Band 1145 - Unter dem Aschemond - Cover

Professor Zamorra begleitet mich in meinem schriftstellerischen Schaffen nun schon mehrere Jahrzehnte. Irgendwann in der Frühzeit brauchten er und ich mal eine Pause voneinander, bedingt allerdings von einer generellen „Schreibunlust, die mich mit Mitte Zwanzig befiel. Wie genau sie zu Stande kam, weiß ich heute gar nicht mehr. Nur noch, dass ich knappe drei Jahre später doch wieder zur Schreibmaschine greifen musste, weil der Drang, die Geschichten, die in mir rumorten, freizulassen, irgendwann nicht mehr zu unterdrücken war. Allerdings hatte ich erst mal (genau genommen viele, viele Jahre) mit dem guten Prof nichts mehr am Hut. Da Werner Giesa – der da längst zum Haupt- und zeitweise alleinigen Autor der Serie avanciert war – mit mir aber den schönen Brauch pflegte, dass wir uns untereinander […]